Seminare

Modul I:

Bausteinreihe Neurorehabilitation II: Training der Feinmotorik bei neurologischen Störungen
vom 26.-28.03.2021

Wie kann eine betroffene Hand wieder alltagsgerecht hantieren, welche therapeutischen Möglichkeiten bei neurologisch bedingten Defiziten gibt es?
In dieser Fortbildung werden gezielte Behandlungsstrategien im Sinne von „Training der Hände“ erarbeitet und erörtert, welche im ambulanten und/oder stationären Bereich effektiv durchführbar sind. Befundgrundlagen und - möglichkeiten für die Feststellung und Einordnung feinmotorischer Defizite nehmen ebenfalls einen wichtigen Abschnitt des Seminars ein, ausgewählte valide und reliable Assessments mit ICF - Klassifizierung, welche ohne viel Zeit- und Materialaufwand möglich sind, werden anhand von Patientenvideos vorgestellt. Neue evidenzbasierende Maßnahmen wie z.B. repetitives Handfunktionstraining oder Robotassistierte Armrehabilitation werden ebenso abgehandelt wie klinische Erfahrungen mit traditionellen Konzepten.

Die Teilnehmer bekommen konkrete Behandlungssequenzen und Therapiematerialien vorgestellt und erarbeiten eigenständig verschiedene Möglichkeiten eines Feinmotoriktrainings.
Anhand von Patientenvideos und – bildern sowie einem Exkurs in die neuesten neuro-physiologische Erkenntnisse wird die Problematik anschaulich dargestellt und abgerundet.

  • Darstellung der Problematik / Repetition Neurophysiologie / neue neurowissenschaftliche Erkenntnisse
  • Vorstellung / Gesamtüberblick über evidenzbasierte und andere aktuelle Therapiemöglichkeiten
  • Assessments für feinmotorische Defizite in Anlehnung an die ICF im Patientenvideo (Jebsen Taylor Handfunktionstest, Nine hole Peg Test, ARAT, WMFT, Box and Block)
  • Bedingungen / Voraussetzungen für die Behandlung
  • Aufbau feinmotorischer Übungsbehandlungen, Shapingprinzipien, Variationen
  • Workshop: Shaping im Rahmen der aufgabenorientierten Therapie
  • Möglichkeiten und Vorstellung von Therapiematerialien
  • Einbeziehung in den Alltag,
  • Ausgewählte Eigenprogramme zum selbst kontrolliertem Üben
  • Patientenbeispiele (Video / Bild)
  • Workshop: Auswahl und Erarbeitung therapeutischer Strategien

Modul II:

Bausteinreihe Neurorehabilitation I: Die Rehabilitation der oberen Extremität bei Hemiplegie und Hemiparese Schwerpunkt Schulter - Rumpf KN2021082022FN1S2
vom 20.-22.08.2021

Die Qualität der Bewegungen im Rumpf- und Beckenbereich hat großen Einfluss auf die Wiedererlangung der Funktionsfähigkeit der oberen Extremitäten. Schwerpunkt dieser Fortbildung ist vor allem Rumpf und Schultergürtel sowie deren Beeinflussung der Arm-Hand-Funktion. Es werden Behandlungsvariationen für Skapula, obere Extremität sowie der Hand bei verschiedensten Tonusverhältnissen vorgestellt und erarbeitet. Therapeutische Interventionen für die Wiedererlangung normaler Arm – Handfunktion mit direktem und indirektem Alltagsbezug werden unter Einbeziehung ausgewählter Therapiekonzepte vermittelt und von den Teilnehmern beübt, die Bedeutung des motorischen Lernens mit Repetition und Shaping wird hervorgehoben. Neue Evidenzbasierende Therapieverfahren werden vorgestellt und anhand ausgewählter Studien und Fallbeispiele untermauert, Assessments für verschiedene Ebenen der ICF als Werkzeug für die tägliche therapeutische Arbeit werden abgehandelt.

Inhalte:

  • Exkurs normale Haltung und Bewegung, neue neurophysiologische Erkenntnisse und Anwendungen im motorischen Lernen
  • Bedeutung des Rumpfes/ Haltungshintergrund / Posturale Kontrolle (Patientenbeispiele)
  • Patientenvideos Rumpf/ Schultergürtel
  • Gleichgewicht und Balance, Assessments nach ICF
  • Workshop: Rumpfmobilisation und Rumpfaktivitäten mit task –orientierter Therapie
  • Workshop: Einbindung der oberen Extremitäten für Rumpfaktivitäten / zielorientierte Handlungen
  • Motorisches Lernen mit konkretem Therapiebezug / Bedeutung für die Therapie – Patientenvideos
  • Obere Extremität: Physiologie / Pathologie / Exkurs Funktionelle Anatomie
  • Patientenbeispiele in Bild und Film
  • Spastizität, Definition, Ursachen, Behandlung , Assessments nach ICF, evidenzbasierte Interventionen
  • Workshop: computergestützte Assessments und Behandlung der oberen und unteren Extremitäten mit dem Pablo Plus® und dem TYMO - System
  • Schultergürtel /Skapula/ Schultergelenk: Mobilisations- und Behandlungsvarianten,
  • Scapula alata, Subluxationen, Schmerzproblematiken (CRPS Typ I): Zusammenhänge, Behandlung, Prophylaxe (mit Patientenbeispielen)
  • Behandlungssequenzen bei ausgeprägtem Funktionsverlust und bei Funktionswiederkehr, Alltags- und zielorientierte Handlungen in der Therapie
  • Probleme : Subluxationen / Scapula alata / Schulterschmerz / Schulter-Hand-Syndrom (CRPS-Typ1) – Differenzierungen
  • Vorstellung verschiedener evidenzbasierender Therapieverfahren für die Armrehabilitation
  • professioneller Hausprogramme zum Eigentraining und für die Therapie

Modul III:

Bausteinreihe Neurorehabilitation IV: Update Armrehabilitation – Was gibt’s Neues in Befundung und Therapie der oberen Extremität nach Schlaganfall?
vom 10.-12.09.2021

Für ergo- und physiotherapeutische Verfahren wird zunehmend gefordert, dass sie evidenzbasiert sind und die Wirksamkeit der eingesetzten Maßnahmen durch wissenschaftliche Studien überprüft und belegt ist. Auf Grund vorliegender Wirksamkeitsstudien und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse zum motorischen Lernen haben sich viele moderne Konzeptionen entwickelt. Rehabilitation zentralmotorischer Beeinträchtigungen wird darin als motorischer Lernprozess betrachtet und die Erkenntnisse über motorisches Lernen sind entsprechend berücksichtigt. Diese Fortbildung zeigt den Teilnehmern in einen umfassenden Überblick deutlich, dass es in der Behandlung der Armlähmung nach Schlaganfall viele neue, wirksame und praktikable Therapieverfahren gibt. Diese haben sowohl als Einzelverfahren als auch parallel oder sich gegenseitig ergänzend eine hohe klinische Berechtigung im stationären wie auch ambulanten Bereich. Darauf basierend können die Teilnehmer Entscheidungshilfen über die klinische Versorgung ihrer Patienten und ihre eigenen therapeutischen Interventionen und Strukturen ableiten. Das Seminar vermittelt ebenso Assessmentverfahren, um den jeweiligen Stand der funktionellen Fähigkeiten mit standardisierten klinischen Bewertungsmethoden zu erfassen. Die Klassifikations-ebenen der »Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit und Behinderung« (ICF) der WHO mit Funktionen und Strukturen des menschlichen Organismus sowie Aktivitäten und Teilhabe dienen dabei als Maßgabe. Aus einem großen Pool international zur Verfügung stehender Assessments wurden dabei einige sehr gut anwendbare Testverfahren ausgewählt. Folgende moderne Therapieverfahren und Assessments werden im Überblick inhaltlich dargestellt und größtenteils mit Patienten- und Anwendungsbeispielen in Film und Bild unterlegt:

Assessments (ICF - Ebene Körperstrukturen und – funktionen sowie Aktivitätsebene):

  • Ashwort – und Tardieu Skala (Tonus/Spastik), Berg – Balance Scale (Gleichgewicht), , Wolf Motor Function Test (WMFT) und Modifizierungen, Nine hole peg Test (NHPT), Action Research Arm Test (ARAT), Box and Block Test (BBT) – mit Patientenbeispielen
  • Assessments Kraftdosierung, Kraft, Tonuskontrolle und aktive Gelenkbewegung mit Verlaufsdiagrammen in der computergestützten Rehabilitation
  • Workshop ICF Assessment- und Therapiebox

Therapieverfahren:

  • Repetitives Handfunktionstraining
  • Bilaterales (symmetrisches) Training
  • Aufgaben - orientiertes Training
  • Constraint - Induced Movement Therapy (CIMT) und modifizierte CIMT (mCIMT) mit Workshop bei Restriktion mit CIMT – Bandage® nach Hartwig/Traub
  • Spiegeltherapie in der Neurorehabilitation
  • Mentales Training, Bewegungsbeobachtung, Videotherapie (auch im Eigentraining)
  • Videotherapie/ Bewegungsbeobachtung mit DVD - Beispielen
  • Computergestützte Armrehabilitation inklusive Assessment und Therapie-dokumentation (Hand- und Fingertrainer AMADEO) – Live Workshop
  • Live – Workshop: PABLO, PABLO – Multiboard, PABLO – Ball (Computergestützte Armrehabilitation inklusive Assessment und Therapiedokumentation)
  • Virtuell – reality Therapie mit dem DIEGO – System (Patientenbeispiele)
  • Zirkeltraining, Gerätegestütztes Armzirkeltraining (GAT) mit Alltagstransfer
  • MOBILAS – Mobiles Lagerungs- und Therapiesystem,(optional Adaption mit der Wii)
  • Funktionelle Elektrostimulation
  • NEURO – LUX: signifikante Vermeidung des Schulter – Hand – Syndroms (CRPS Type I)
  • Eigentraining mit intermittierender Supervision (Schwerpunkt Heimprogramme)
Zielgruppe:
ErgotherapeutInnen, PhysiotherapeutInnen
Methoden:

Referat, Demonstration per Video, praktisches Üben in Gruppen, Selbsterfahrung

Kurszeiten:

Kurszeiten:

Modul I:

Freitag, 26.03.2021, 09:00 - 18:00 Uhr
Samstag, 27.03.2021, 09:00 - 17:00 Uhr
Sonntag, 28.03.2021, 09:00 - 16:00 Uhr

Modul II:

Freitag, 20.08.2021, 09:00 - 18:00 Uhr
Samstag, 21.08.2021, 09:00 - 17:00 Uhr
Sonntag, 22.08.2021, 09:00 - 16:00 Uhr

Modul III:

Freitag, 10.09.2021, 09:00 - 18:00 Uhr
Samstag, 11.09.2021, 09:00 - 17:00 Uhr
Sonntag, 12.09.2021, 09:00 - 16:00 Uhr

Kontakt

Institut für integrative Fortbildung
Gasselstiege 21 (im VitalCenter)
48159 Münster

Tel.: 0251 - 68 67 377
Fax: 0251 - 68 67 37 - 1
info@integrative-fortbildung.de

Sprechzeiten:
montags bis freitags
08.30 Uhr bis 12.30 Uhr

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